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Amsterdam, 27. Oktober. Das Taxigewerbe steht vor drastischen Veränderungen – das wurde während der taxi expo update in Amsterdam deutlich. Drei Tage lang war das Messe- und Congrescenter in Rai ein Marktplatz der Begegnung und des Austausches. Auftakt war der Kongress der Branche. Und was hier durch internationale Experten vermittelt wurde, zeigt: die altehrwürdige Branche ist im Aufbruch in eine digitale Welt. Und diese birgt eine Vielzahl an Gefahren – internationale Anbieter schlagen mit Wucht in die traditionelle Branche.

Wieder einmal steht die Taxi-Branche vor einem Umbruch. Diesmal reicht das Spagat von der Kraftdroschke bis zur App, der Applikation auf den smarten Phones. Die Anwendungen auf den internetfähigen Mobiltelefonen verändern mit Vollgas die Taxi-Welt. Der Smartphone-Nutzer ist es gewohnt, seine Services immer und überall zu nutzen: Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt, in Amsterdam, Wien oder Paris. Der Lerneffekt für den Kunden steht dem lokalen Verständnis der Branche entgegen.

Das Taxi-Gewerbe ist zwar technisch hochmodern, hat längst Maschine-to-Maschine Anwendungen integriert, verfügt über technisch ausgeklügelte IT- und Vermittlungstechnik, doch sie ist lokal aufgestellt. Hier zwingen die App-Anbieter aus nationalem und internationalem Umfeld zum Schulterschluss. Und das ist keineswegs ein deutsches Phänomen, wie Matt Daus, President der International Association of Transportation, den Kongressteilnehmern schildert. Er forderte gemeinsames Vorgehen und vor allem gezielte Einflussnahme.

Als Vorsitzender der internationalen Vereinigung des Transportgewerbes schilderte er ein Vielzahl an Beispielen, wie sich die App-Anbieter positionieren: jung, dynamisch, erfolgreich und vor allem mit dem Selbstverständnis eines Angreifers, der für seinen Erfolg gerne bestehende Regularien ausgehebelt. Beispielhaft schilderte er, wie Mietwagenunternehmen aus der Anfrage über eine App Fahrtwunsch des Gastes schlicht zur Mietwagenanforderung erklären. Und schon sind geltende Regeln scheinbar ausser Kraft gesetzt. Erste Städte haben die Gefahr, dass damit das Taxi-Gewerbe ausgedünnt wird, erkannt. Kristof De Mesmaeker, Legal Advisor der zuständigen Verkehrsministerin Brüssel, bekannte, dass dies bereits ein Thema für die Metropolen ist. Andere Kommune zeigen sich hingegen abwartend. Wiard Kunde, Verantwortlicher in Amsterdam für das Taxigewerbe, verdeutlichte, dass aus seiner Sicht eine Vielzahl an Angeboten den Markt kundenfreundlich strukturiert.

Die App bietet sich der Branche zugleich als Chance – Erneuerung, besserer Service und gemeinsame Technik. Das spiegelte der Vortrag von James Cooper, Professor für Taxi Studies an der University Edinburgh.

Taxi.eu ist international aktiv – daher präsentierte sich die App auch während der beiden Messetage am Freitag und Samstag dem internationalen Publikum. Mit Erfolg, so das erste Messefazit nach vielen Gespräch mit den unterschiedlichsten Brancheninsidern.


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